• dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt…

    -dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt -.

    Es ist etwas ganz Wesentliches, dass solche Unstimmigkeiten, Streitereien und Verletzungen, wie in dem Text des Franziskus als Kränkung angesprochen, zuerst einmal versucht
    werden untereinander zu lösen. Bedeutend für die Menschen, die in der Liebe Gottes leben möchten. Anderen, die sie nicht kennen, muss die Liebe Gottes aufgeschlossen werden,
    zugesagt werden und gezeigt werden. Erst dann kann Veränderung stattfinden. Dann ist auch Versöhnung möglich. Oft ist es einfacher mit blankem und offenem Hass umzugehen, als mit einer Kränkung. Sie tut manchmal um vieles mehr weh. Diese Verletzung setzt sich tiefer, als ein offener Angriff. Denn die Kränkung ist eine Verletzungsvariante die voraussetzt, dass man einen Menschen und seine Schwachstellen sehr genau kennt. Denn trifft man ihn an einer besonders empfindlichen Stelle, dann setzt sich die Verletzung tief ein. Umgekehrt ist dann auch die Versöhnung nach einer Kränkung umso schöner, intensiver. Der, der kränkt tut es oft aus eigener Verletzung heraus mit der er nicht fertig wird. Der Gekränkte leidet sehr darunter. Diese tiefgreifenden Emotionen lassen aber dann, wenn eine Versöhnung ehrlich gemeint ist, auch wieder den Raum für die Liebe zum Bruder, zur Schwester zu. Und so eine Versöhnung wird doch als sehr schön und heilsam empfunden. Ich bin der Meinung, dass wer sich kränken will, sich vorher geliebt haben muss.

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